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🏛 UKRI_GTR · 📍 GB
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6. Juni 2026
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Neugeborene werden bei der Geburt und in den ersten Monaten des postnatalen Lebens von Mikroben besiedelt. Um symbiotische Beziehungen mit Mikroben aufzubauen, müssen die Immunzellen von Neugeborenen nützliche Mikroben tolerieren und gleichzeitig invasive Krankheitserreger begrenzen (1). Dieser alte, durch die Evolution geformte Prozess kann durch Antibiotikaexposition, Kaiserschnittentbindung und Säuglingsnahrung verändert werden, die alle mit einem erhöhten Risiko für immunvermittelte Krankheiten wie Allergien, Asthma und entzündliche Darmerkrankungen (2) verbunden sind. Die Mechanismen, durch die symbiotische Immun-Mikroben-Interaktionen beim Menschen etabliert werden, sind noch wenig verstanden. Bei Mäusen tritt nach dem Absetzen eine vorübergehende Immunreaktion auf Kommensalen auf, die regulatorische T-Zellen und Toleranz induziert, die später im Leben eine Immunpathologie verhindern (3). Ob eine ähnliche Reaktion beim Menschen früh im Leben auftritt, ist nicht bekannt. Interaktionen mit Kommensalen sind auch wichtig für die Generierung eines diversifizierten Repertoires kreuzreaktiver Lymphozyten, die in der Lage sind, Krankheitserreger und Impfstoffe zu erkennen und darauf zu reagieren. Hier schlage ich multimodale Analysen adaptiver Lymphozytenreaktionen auf kolonisierende Mikroben früh im Leben durch Einzelzellanalysen und Antikörperprofilierung von seriellen Blutproben vor, die bereits aus einer menschlichen Geburtskohorte (6–8) gesammelt wurden. Durch die Überwachung der Spezifität, der klonalen Struktur und der transkriptionellen Regulation von kommensal-reaktiven T- und B-Zellen hoffen wir zu erfahren, wie Toleranz gewährleistet und Kolonisierung ermöglicht wird und wie kommensal-spezifische Lymphozyten diversifiziert werden, mai…